24. März 2022
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Macht Schiedsgerichtsbarkeit im Erbrecht überhaupt Sinn?

Um diese Frage zu beantworten, muss die Schiedsgerichtsbarkeit mit ihrer Alternative, nämlich der staatsgerichtliche Lösung erbrechtlicher Differenzen verglichen werden. Dass Schiedsgerichte mitunter erheblich teurer als staatsgerichtliche Verfahren sind, ist allgemein bekannt. Kann die Schiedsgerichtsbarkeit diesen Nachteil aufwiegen?

Die Antwort ist differenziert zu beantworten. Und tatsächlich kann die Schiedsgerichtsbarkeit bei bestimmten Konstellationen und insbesondere durch geschickte Verfahrensgestaltung zu einer sowohl schnelleren also auch besseren Konfliktlösung beitragen. Allerdings ist sie bei Weitem nicht für alle Erbrechtsstreitigkeiten gleich gut geeignet. Ein genauerer Vergleich zwischen staatsgerichtlichem Verfahren, welcher sich durch strengen prozessualen Formalismus auszeichnet und dadurch gerade im Erbrecht bisweilen zur Rechtswegbarriere werden kann, und schiedsgerichtlicher Verfahrenserledigung, welche prozessuale Gestaltungsmöglichkeiten und mithin prozessuale Erleichterungen erlaubt, drängt sich auf.

Der Vortrag soll die Möglichkeiten, Chancen und Vorteile der Schiedsgerichtsbarkeit gegenüber dem staatlichen Verfahren aufzeigen, aber auch offen legen, in welchen Fällen der traditionelle Weg der Streiterledigung sinnvoller ist.

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